Archive for the tag 'Philae'

AG019 Philaes Magnetkompass

April 17th, 2015

Der Komet 67P am 13. April 2015 - irgendwo am Rand des Kopfbereichs versteckt sich Philae. (ESA/Rosetta/NAVCAM – CC BY-SA IGO 3.0)

Der Komet 67P am 13. April 2015 – irgendwo am Rand des Kopfbereichs versteckt sich Philae. (ESA/Rosetta/NAVCAM – CC BY-SA IGO 3.0)

Vor fünf Monaten landete Philae auf einem Kometen, gerade 2 Tage, 7 Minuten und 56 Minuten später war alles vorbei. Philae hat in dieser Zeit viele Daten gesammelt. – Aber wo genau der Lander (nach zwei ungewollten Sprüngen) zum Stehen kam, ist bis heute ungeklärt.

Ich sprach in Wien mit zwei Forschern darüber, inwiefern Philaes Position etwas genauer bestimmt werden konnte. Karl-Heinz Glaßmeier nutzte dazu ein im Herbst mit Rosetta entdecktes Signal, das die Magnetometer an Bord beider Sonden aufgefangen hatten. Und das diente jetzt als Trägersignal, um wie ein Magnetkompass Philaes Lage im Raum etwas genauer zu bestimmen. Tatsächlich geht es dabei aber auch um plasmaphysikalische Effekte im Kometenumfeld.

Im Anschluss folgt ein zweites Interview mit Stefan Ulamec, dem Projektmanager von Philae. Er erzählt vom Stand bei der Suche nach Philae. Und er berichtet, wann genau der Lander vielleicht wegen der immer stärkeren Sonnenstrahlung aufwachen könnte.

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AG015 Die erste Kometenlandung

November 19th, 2014

Philae nach dem Abdocken von Rosetta (Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA)

Philae nach dem Abdocken von Rosetta (Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA)

Am 12. November 2014 landete erstmals in der Geschichte eine Raumsonde auf einem Kometen: Philae. Nach zwei ungewollten Hüpfern stand Philae – und begann wissenschaftliche Daten der  unbekannten Kometenwelt zu sammeln. Leider arbeitete die Sonde nur 56 Stunden – danach war die Hauptbatterie an Bord erschöpft.

(Bild: Fred Goesmann)

(Bild: Fred Goesmann)

Sechs Tage später traf ich mich mit Fred Goesmann für ein Interview: Er ist leitender Wissenschaftler für das Instrument COSAC auf Philae (Cometary Sampling and Composition Experiment). Es ist so etwas wie die Nase der Sonde: Sie kann die vielen organischen Verbindungen im Kometenmaterial untersuchen, von denen wir längst noch nicht alle kennen. COSAC ist somit auch eines der komplexesten Instrumente an Bord – samt einem Gaschromatographen und einem Massenspektrometer, wofür zuvor das Material in winzigen Öfchen gekocht werden muss.

Fred Goesmann erzählt, wie er die kurze Missionszeit von Philae erlebte, was er in seinen (längst noch nicht fertig ausgewerteten) Daten erwartet – und ob Philae vielleicht wieder aufwachen könnte.

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Abstiegskamera ROLIS: Philae hinterlässt Abdrücke im Staub - den der Lander wohl auch aufwirbelte (Bild: ESA / Rosetta / Philae / ROLIS / DLR; ESA / Rosetta / MPS for OSIRIS-Team MPS / UPD / LAM / IAA / SSO / INTA / UPM / DASP / IDA; Emily Lakdawalla)

Abstiegskamera ROLIS: Philae hinterlässt Abdrücke im Staub – den der Lander wohl auch aufwirbelte (Bild: ESA / Rosetta / Philae / ROLIS / DLR; ESA / Rosetta / MPS for OSIRIS-Team MPS / UPD / LAM / IAA / SSO / INTA / UPM / DASP / IDA; Emily Lakdawalla)

Philae landet - und fliegt weiter (Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA)

Philae landet – und fliegt weiter (Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA)

Philae steht: Auf was er blickt, bleibt unklar. Im Vordergrund: Eines der drei Landebeine. (Bild: ESA/Rosetta/Philae/CIVA)

Philae steht: Auf was er blickt, bleibt unklar. Im Vordergrund: Eines der drei Landebeine. (Bild: ESA/Rosetta/Philae/CIVA)

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Hörempfehlung: Rosetta und Philae betreten Neuland

November 11th, 2014

Ich habe für den Deutschlandfunk ein halbstündiges Feature gemacht, für die Sonntagssendung Wissenschaft im Brennpunkt: Neuland. Rosetta erobert einen Kometen.

Hier geht es zur Seite zur Sendung, hier direkt zum MP3-Download.

AG010 Rosettas Komet

Januar 23rd, 2014

Tschurjumov-Gerasimenko

Der Kometenkern von Tschurjumov-Gerasimenko, beobachtet im Oktober 2013 vom Very Large Telescope (CC-BY 3.0 Unported ESO/Colin Snodgrass/MPS)

Rosetta ist ein Novum: Es ist der erste Versuch, eine Raumsonde um einen Kometen kreisen zu lassen, um schließlich einen Lander auf ihm abzusetzen. Rosetta ist auch einer der ersten Versuche Europas, in der Raumfahrt mal alleine etwas ganz Neues zu versuchen.

Was dabei passieren kann: Es passieren unvorhergesehene Dinge. Etwa wird Rosettas Zielkomet 67P/Tschurjumov-Gerasimenko wohl schon etwas früher aktiv als geglaubt. Er pustet also schon eher Gas und Staubpartikel ins All, als Vorstufe zu seinem Schweif.

Das ist eigentlich keine Neuigkeit: Im August 2013 habe ich darüber bereits mit Colin Snodgrass und Hermann Böhnhardt vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau gesprochen. Das volle Interview ist aber weiter aktuell – gerade so kurz nach Rosettas beendetem Winterschlaf.

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