Archive for the tag 'Erde'

AG017 Methan und organisches Material

Januar 22nd, 2015

NASA-Rover Curiosity bei der Arbeit (Bild: NASA JPL / Ken Kremer / Marco di Lorenzo)

NASA-Rover Curiosity bei der Arbeit (Bild: NASA JPL / Ken Kremer / Marco di Lorenzo)

Der Mars und die Erde sind keine Zwillinge. Während es dort nur trockene Wüsten und eine ungewöhnliche dünne Atmosphäre gibt, ist die Erde bewohnbar. Umso erstaunlicher war der Fund von Methangas in der Atmosphäre des Mars, der gerade zehn Jahre alt ist. Immerhin entweicht Methan auf der Erde neben Vulkanen auch vielen Mikroorganismen, Tieren und sogar Pflanzen. Wo genau das Marsmethan herstammt, ist bislang noch umstritten. Ein neuer Fund hat die Diskussion allerdings gerade weiter angeheizt: Der NASA-Rover Curiosity beobachtete einen rasanten Anstieg des Gases.

(Bild: © Frank Keppler)

(Bild: © Frank Keppler)

Ich habe deshalb das Thema mit einem Forscher diskutiert, der sich damit auskennt: Frank Keppler ist frisch berufener Heisenberg-Professor am Institut für Geowissenschaften der Universität Heidelberg. Er hat vor einigen Jahren die Methanemissionen von Pflanzen entdeckt und damit weltweit für Aufregung gesorgt. Er forscht auch zu Methanquellen auf dem Mars. Und er ist sehr vorsichtig, wenn es darum geht, über Leben auf dem Roten Planeten zu spekulieren.

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Sommerliche Methanplumes auf dem Mars (Bild: NASA)

Sommerliche Methanplumes auf dem Mars (Bild: NASA)

Denkbare Ursachen für Methan auf dem Mars (Bild: NASA/JPL-Caltech/SAM-GSFC/Univ. of Michigan)

Denkbare Ursachen für Methan auf dem Mars (Bild: NASA/JPL-Caltech/SAM-GSFC/Univ. of Michigan)

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AG016 Ozeanbildung ohne Kometen

Dezember 11th, 2014

Fontänen von Komet 67P (CC BY-SA 3.0 IGO ESA / Rosetta / NAVCAM / Gertrud Felber)

Fontänen von Komet 67P (CC BY-SA 3.0 IGO ESA / Rosetta / NAVCAM / Gertrud Felber)

Vier Monate umkreist Rosetta nun Tschurjumow-Gerasimenko. Die erste Kometenlandung ist Geschichte, der Lander Philae eingeschlafen. Die Muttersonde kreist aber weiter – und wird das wohl noch über ein Jahr lang tun. Nun gibt es erste handfeste Ergebnisse von ihr: Das Massenspektrometer ROSINA an Bord von Rosetta hat so etwas wie den Fingerabdruck des Wassers gemessen. Das Resultat scheint überraschend: Das Wasser der Erde kam kaum von einem Kometen wie Tschuri, vermutlich spielten Kometen als Wasserlieferanten überhaupt keine Rolle.

Um die neuen Daten zu verstehen, habe ich mit Kathrin Altwegg gesprochen. Sie ist Professorin in der Abteilung für Weltraumforschung und Planetologie der Universität Bern. Und sie ist verantwortlich für ROSINA: Das Rosetta Orbiter Spectrometer for Ion and Neutral Analysis. Es besteht aus zwei Massenspektrometern und einem Gasdrucksensor.

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Kathrin Altwegg (Bild: CC-BY 2.0 Georg Eberle / TedX Bern)

Kathrin Altwegg (Bild: CC-BY 2.0 Georg Eberle / TedX Bern)

D/H-Messwerte aus dem Sonnensystem

Unter Kometen wurden verschiedene Werte von Deuterium über Wasserstoff (D/H) gemessen. Komet 67P Tschuri sticht aber hervor. (Bild: ESA, Daten aus Altwegg et al. 2014)

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