2. Februar 2015

podcast-statistik

Seit fast drei Jahren podcaste ich jetzt. Ich mache das hier aus Spaß – aber mich interessiert natürlich, wie sehr neue Folgen euch interessieren.

Deswegen führe ich recht akribisch Buch, wie viele Hörer ich habe. Das ist aber gar nicht so einfach: Der Server zählt etwa, wie oft eine MP3-Datei angefordert wurde. Aber wurde sie auch komplett geladen? – Oder schloss der Nutzer nach zwei Sekunden den Tab wieder? Ich zähle daher die übertragenen Megabytes pro MP3-Datei. Damit erhalte ich immerhin einen soliden Wert der Downloads. Wie viele davon auch gehört werden, kann ich natürlich nicht überprüfen. Aber das lässt sich ja selbst bei Printmedien schwer ermitteln.

Die Macht des Long Tail

Das Ergebnis ist äußerst erfreulich: Im Schnitt wurde ein guter Teil der letzten 14 Episoden über 1000 mal heruntergeladen. Und überwiegend kommen diese Hörer nicht alle im ersten Monat. Nein: Der Großteil der Hörer sammelt sich in den Monaten und Jahren nach der Erstveröffentlichung. Ein klassischer Long Tail, der mal wieder zeigt: Inhalte müssen dauerhaft im Netz bleiben. Und nicht wie im öffentlich-rechtlichen Umfeld üblich nach kurzer Zeit wieder depubliziert werden.

Schön erkennbar ist das an folgender Grafik: Ich teile dafür alle später aufgelaufene Downloads (Tail) durch die Hörerzahl im ersten Monat. Nur die neusten Episoden unterlaufen den Wert 1 (Tail = erster Monat). Das ändert sich aber mit der Zeit.

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  • 1 Kommentar

Eine Reaktion zu “Podcasting – und die Macht des Long Tail”

  1. jsam 10. Juni 2016 um 12:54 Uhr

    Hallo!

    Hab deinen Podcast auch erst vor ein paar Wochen gefunden und gleich damit angefangen deine Podcasts von alt nach neu durchzuhören – zumal man die damaligen Vorhersagen mit dem heutigen Wissensstand vergleichen kann.

    Ich finds gut dass die ganzen Podcasts noch hörbar sind! Danke dafür!

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