AG010 Rosettas Komet

23. Januar 2014

Tschurjumov-Gerasimenko

Der Kometenkern von Tschurjumov-Gerasimenko, beobachtet im Oktober 2013 vom Very Large Telescope (CC-BY 3.0 Unported ESO/Colin Snodgrass/MPS)

Rosetta ist ein Novum: Es ist der erste Versuch, eine Raumsonde um einen Kometen kreisen zu lassen, um schließlich einen Lander auf ihm abzusetzen. Rosetta ist auch einer der ersten Versuche Europas, in der Raumfahrt mal alleine etwas ganz Neues zu versuchen.

Was dabei passieren kann: Es passieren unvorhergesehene Dinge. Etwa wird Rosettas Zielkomet 67P/Tschurjumov-Gerasimenko wohl schon etwas früher aktiv als geglaubt. Er pustet also schon eher Gas und Staubpartikel ins All, als Vorstufe zu seinem Schweif.

Das ist eigentlich keine Neuigkeit: Im August 2013 habe ich darüber bereits mit Colin Snodgrass und Hermann Böhnhardt vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau gesprochen. Das volle Interview ist aber weiter aktuell – gerade so kurz nach Rosettas beendetem Winterschlaf.

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AG009 Faires Gold

21. Oktober 2013

Goldene Ketten

(Bild: CC-BY-NC 3.0 Anthony Dodd / Fotopedia)

Gold ist ein aufgeladener Rohstoff: Seit Menschheitsgedenken wird ihm ein hoher Wert zugedacht. Er war Zahlungsmittel und Grundstoff der Schmuckhersteller zwischen Urgeschichte und heute. Trotzdem interessiert sich kaum einer der Kunden heutiger Juweliere, unter welch katastrophalen Bedingungen das Gold oft abgebaut wird.

Das dachte sich auch Guya Merkle, die mit Anfang 20 die Schmuckfirma ihrer Eltern übernahm. Sie versucht seitdem, mehr Aufmerksamkeit auf den Goldbergbau zu lenken: Sie hat Initiativen für fair gehandeltes Gold angeschoben und eine Stiftung gegründet.

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Video: Goldbergbau in Uganda

 

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AG008 Shutdown

16. Oktober 2013

Power switch switched off

(Bild: CC-BY-SA 3.0 Hans Haase / Wikimedia Commons)

Die Vereinigten Staaten sind die größte Wissenschaftsnation der Welt. Der Shutdown im US-Haushaltsstreit legt nun nicht nur viele Ämter lahm, sondern auch Teile der Forschungslandschaft.

Daher habe ich kurz mit der Geologin Professor Dawn Sumner von der Universität von Kalifornien in Davis gesprochen. Sie steckt in zwei wichtigen Forschungsprojekten: Sie ist seit Jahren in diversen Teams um den Rover Curiosity aktiv. Sie half bei der Suche der Landestelle und beteiligt sich heute als Langzeitplanerin. Sie arbeitet auch maßgeblich an der geologischen Kartierung des Galekraters mit. Außerdem hat sie eine Expedition in die Antarktis vorbereitet, die eigentlich jetzt beginnen sollte.

Ich habe sie über ihre Arbeit befragt und sie um eine Einschätzung der US-Wissenschaft gebeten, die recht düster ausfällt.

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AG007 Ein Jahr Curiosity

6. August 2013

Selbstportrait-Panorama

Curiosity fotografiert sich selbst – mit einer Kamera an seinem Roboterarm. (NASA, JPL-Caltech, MSSS – Panorama von Andrew Bodrov)

Vor genau einem Jahr landete Curiosity auf dem Mars: Der schwerste, teuerste und komplexeste Rover, den Menschen jemals auf einen anderen Himmelskörper geschickt haben. Auch das Preisschild der Mission ist auffällig: Mit 2,5 Milliarden US-Dollar liegt sie bei einem Vielfachen gewöhnlicher Raumsonden.

Wir nehmen das zum Anlass, auf die einjährige Missionszeit zurückzublicken: Was passierte während Curiositys Landung und danach? Wohin führte die Reise des gutmotorisierten Gefährts? Warum war die Fahrt bisher eher kurz? Und was sind die kommenden Ziele? All das klärt Karl Urban mit seinem Gastmoderator Faldrian.

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AG006 Fracking

8. April 2013

Fracking bei Nacht

Die USA bei Nacht: Neben Städten sind deutlich Gasförderfelder in Montana erkennbar (Bild: NASA Earth Observatory/NOAA NGDC)

Ist es dreckig, gefährlich und unverantwortlich? Oder ist es Garant für zukünftigen Wohlstand? Wenn es um unkonventionell gefördertes Schiefergas mittels Fracking geht, stehen diese Fragestellungen unversöhnlich gegeneinander.

Obwohl Fracking in aller Munde ist, konzentriert sich die öffentliche Kritik dabei meist auf die Fracking-Flüssigkeit, darin enthaltene Chemikalien und die befürchtete Gefährdung des Grundwassers.

In dieser Sendung sprechen die beiden Wissenschaftsjournalisten Lars Fischer (Fischblog) und Karl Urban (Pikarl) über tiefer liegende Aspekte des Frackings: Was ist das für Wasser, das in der Lagerstätte steckt? Wohin wird es hinterher entsorgt? Ist genügend Platz in der Tiefe für die vielen Bohrungen? Und: wie realistisch sind die Ressourcen, die angeblich noch in der Tiefe schlummern?

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