Hörempfehlung: Rosetta und Philae betreten Neuland

11. November 2014

Ich habe für den Deutschlandfunk ein halbstündiges Feature gemacht, für die Sonntagssendung Wissenschaft im Brennpunkt: Neuland. Rosetta erobert einen Kometen.

Hier geht es zur Seite zur Sendung, hier direkt zum MP3-Download.

AG014 Rohstoffe

23. Oktober 2014

Bild: Andreas Feininger / Library of Congress Prints and Photographs Division, Farm Security Administration - Office of War Information Collection / Wikimedia Commons / gemeinfrei

Bild: Andreas Feininger / Library of Congress Prints and Photographs Division, Farm Security Administration – Office of War Information Collection / Wikimedia Commons / gemeinfrei

Der Mensch kommt nicht ohne sie aus. Menschliche Kultur ohne sie wäre undenkbar. Jeder ist auf sie angewiesen – aber niemand will die Industrie in seinem Vorgarten haben: Es geht um Rohstoffe.

Ein weites Thema, das in dieser Folge von Gunnar Ries (Mineraloge) und Karl Urban (Geologe) ergründet wird, heruntergekocht und moderiert von Faldrian.

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Grafiken

Fakten

  • 1970 förderten Bergwerke noch halb so viel Metalle 1999: Da waren es 9,6 Milliarden Tonnen [1]
  • Energiebedarf des globalen Bergbaus in späten 1990er Jahren: 10% des Weltenergieverbrauchs [1]
  • SO2-Emissionen des globalen Bergbausin späten 1990er Jahren: 13% der globalen Emissionen [1]
  • Bis 2050 dürften Bergwerk 2-3 mal mehr Material fördern als heute [2]
  • Anders als erzählt, passierte der erste Nachweis von Aluminium noch ohne elektrolytische Verfahren
  • Das von Johannes Gutenberg verwendete Metall heißt Antimon. Wir sprechen von Antimonit – das ist das Mineral, aus dem Antimon gewonnen wird.

Quellen

[1] A. Whitmore: The emperors new clothes: Sustainable mining?, Journal of Cleaner Mining, 2006

[2] P. Laznicka: Giant Metallic Deposits: Future Sources of Industrial Metals, Springer, 2010

 

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AG013 Isländische Vulkane

16. September 2014

Ein isländischer Vulkan: Hekla (Bild: CC-BY 2.0 Sverrir Thorolfsson)

Ein isländischer Vulkan: Hekla (Bild: CC-BY 2.0 Sverrir Thorolfsson)

Sie heißen Eyjafjallajökull, Grímsvötn und momentan Bárðarbunga: Isländische Vulkane sind spätestens nach der Aschewolke von 2010 in aller Munde, wenn sie denn aussprechbar sind. Wir wissen mittlerweile: Island ist die Insel der Vulkane, die jederzeit ausbrechen können und die nicht nur das Leben einiger skandinavischer Bauern sondern von uns allen beeinflussen können.

Am 28. August 2014 begann der Bárðarbunga, viel Lava in das Vorland des Gletschers Vatnajökull zu schicken. Das nehme ich zum Anlass, mit Tobias Dürig zu sprechen. Der Würzburger Geophysiker arbeitet gerade an der Universität Island am europäischen Forschungsprojekt FutureVolc, das Ausbrüche zukünftig berechenbarer machen soll. Tobias beobachtet deshalb auch den aktuellen Ausbruch.

Zuletzt eine Empfehlung: Nebenan im Blog von Christian gibt es derzeit tägliche Infos zum aktuellen Ausbruch und der Ausbreitung des neuen Lavafelds, darunter auch eindrucksvolle Videos.

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AG012 Strahlung für die Raumfahrt

12. Mai 2014

Van Allen Gürtel (NASA)

Zwei Strahlungsgürtel umgeben die Erde – wie aufgezeichnet von mehreren NASA-Sonden. Auf der Erde lässt sich diese Strahlung kaum herstellen. (Bild: NASA)

Der Weltraum ist gefährlich und eine Reise dorthin ist riskant. Das war so, als der erste Mensch ins All startete – und es ist bis heute so. Selbst unbemannte Satelliten und Raumsonden sind ständig bedroht: Extreme energiereiche Teilchen von der Sonne und tief aus dem Universum können immense Schäden anrichten. Elektronische Bauteile müssen entsprechend gehärtet werden, um unter dem Teilchenstrom nicht schnell Schaden zu nehmen.

Dabei ist es bis heute aber nicht möglich, in irdischen Labors die kosmische Strahlung korrekt nachzubilden. Zwar testen Raumfahrtingenieure die Bordcomputer und Sensoren von Satelliten ausgiebig. Kosmische Strahlung wirklich im Labor zu erzeugen, ist aber nicht möglich.

Darüber spreche mit Oliver Karger, Doktorand am Institut für Experimentalphysik der Universität Hamburg. Er arbeitet an einer neuen Methode, kosmische Strahlung mit Lasern im Labor nachzubilden. Und er will dazu beitragen, dass Satelliten und Sonden bald deutlich realistischer getestet werden können, um Missionen eines Tages vielleicht zuverlässiger und langlebiger zu machen.

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AG011 Kosmische Chemie

31. März 2014

Unser Sonnensystem entstand aus einer protoplanetaren Scheibe: Aus Gas und Staub bildeten sich immer größere Brocken (Bild: gemeinfrei / NASA/JPL-Caltech)

Unser Sonnensystem entstand aus einer protoplanetaren Scheibe: Aus Gas und Staub bildeten sich immer größere Brocken (Bild: gemeinfrei / NASA/JPL-Caltech)

Millionen Objekte bevölkern unser Sonnensystem: von winzigen Asteroiden über mittelgroße Gesteinsplaneten bis zu den gewaltigen Gasriesen. All das ist vor langer Zeit aus einer Urwolke entstanden und diese Einsicht ist schon über 200 Jahre alt. In den letzten Jahrzehnten haben Forscher aber gelernt, aus der Chemie von Meteoriten deutlich mehr herauszulesen. Die Geochemie eröffnet uns einen tiefen Blick in die Geschichte des Sonnensystems – bis zur Entstehung des Lebens.

Mit Mario Trieloff von der Universität Heidelberg wage ich einen Ritt durch die letzten 4,6 Milliarden Jahre, alle Körper des Sonnensystems und die Innereien der Erde. Er ist Professor am Institut für Geowissenschaften und leitet die Forschungsgruppe Geo- und Kosmochemie.

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