AG022 Ewig lockt das Marsleben – die Gegenwart

15. Juli 2015

Der Marsozean - ein Hirngespinst? (Bild: CC-BY-SA Ittiz / Wikimedia Commons)

Der Marsozean – ein Hirngespinst? (Bild: CC-BY-SA Ittiz / Wikimedia Commons)

Der Mars hatte einmal Wasser – das haben Raumsonden vielfach bewiesen. Dafür sprechen gigantische Flusstäler, aus dem Orbit nachgewiesene Minerale und die Messdaten der Rover auf der Oberfläche. Aber wieviel Wasser es wirklich gab, ist bis heute umstritten. Manche Forscher halten einen riesigen Nordozean für möglich – andere glauben lediglich an vereinzelte Pfützen. Und diese Frage scheint bis heute offen.

Dies ist Teil 2 einer dreiteiligen Reihe. Sie liefert Hintergrund zu meiner Sendung Rot und tot (Manuskript / MP3), die am 12. Juli im Deutschlandfunk gesendet wurde. Zur Wort kommen die Marsforscher Michael Carr, James Head, Harald Hiesinger und Giovanni Leone. Mehr: Teil 1: Die AnfängeTeil 3: Die Zukunft.

Musik: NASA / John Beck-Hofmann, 7 Minutes of Terror

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AG021 Ewig lockt das Marsleben – die Anfänge

13. Juli 2015

Marskanäle des Giovanni Schiaparelli (public domain)

Marskanäle des Giovanni Schiaparelli (public domain)

Der Mars fasziniert die Menschen seit Jahrhunderten. Lange Zeit waren die sogar überzeugt, dass hier (wie auch auf anderen Welten) Leben existieren müsste. Mittlerweile hat sich das geändert: Forscher hoffen, dass sich Leben in extremen Nischen gehalten hat – wenn es überhaupt jemals dort war.

Dies ist Teil 1 einer dreiteiligen Reihe. Sie liefert Hintergrund zu meiner Sendung Rot und tot (Manuskript / MP3), die am 12. Juli im Deutschlandfunk gesendet wurde. Zur Wort kommen die Marsforscher Jean-Pierre Bibring, Michael Carr, James Head und Gerhard Neukum. Mehr: Teil 2: Die Gegenwart, Teil 3: Die Zukunft.

Musik: NASA / John Beck-Hofmann, 7 Minutes of Terror

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AG020 Kometenbilder und offene Forschung

19. Mai 2015

Offene Forschung? (Bild: ESA)

Offene Forschung? (Bild: ESA)

Seit über acht Monaten kreist Rosetta um den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko. An Bord befinden sich zehn Instrumente, unter denen eines hervorsticht: Die Kamera OSIRIS füllt fast ein Viertel der wissenschaftlichen Nutzlast aus. Die hochaufgelösten Bilder von OSIRIS gehören wohl zu den öffentlich gefragtesten Daten von Rosetta.

Ich habe darüber mit Holger Sierks gesprochen, dem Kamerachef von OSIRIS am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen. Das OSIRIS-Team umfasst heute 83 Personen, die europaweit über neun Institute in vielen Ländern verteilt sind. In der ersten Hälfte sprechen wir über die Kamera, wie sie funktioniert, und wie aufwendig es ist, anhand der Bilder zu forschen. Im zweiten Teil sprechen wir über die vielen tausend Bilder, die OSIRIS bis heute übermittelt hat und die bisher zu 99% beim Max-Planck-Institut liegen. Zuletzt geht es um offene Forschung – und die Schwierigkeiten, die sich dabei ergeben könnten.

Befangenheitshinweis: Der Autor dieses Podcasts war im Juli 2014 Mitautor eines offenen Briefs an Holger Sierks und andere Wissenschaftler hinter der Rosetta-Mission. Darin wurde gefordert, mehr Bilder der Mission sofort öffentlich freizugeben.

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AG019 Philaes Magnetkompass

17. April 2015

Der Komet 67P am 13. April 2015 - irgendwo am Rand des Kopfbereichs versteckt sich Philae. (ESA/Rosetta/NAVCAM – CC BY-SA IGO 3.0)

Der Komet 67P am 13. April 2015 – irgendwo am Rand des Kopfbereichs versteckt sich Philae. (ESA/Rosetta/NAVCAM – CC BY-SA IGO 3.0)

Vor fünf Monaten landete Philae auf einem Kometen, gerade 2 Tage, 7 Minuten und 56 Minuten später war alles vorbei. Philae hat in dieser Zeit viele Daten gesammelt. – Aber wo genau der Lander (nach zwei ungewollten Sprüngen) zum Stehen kam, ist bis heute ungeklärt.

Ich sprach in Wien mit zwei Forschern darüber, inwiefern Philaes Position etwas genauer bestimmt werden konnte. Karl-Heinz Glaßmeier nutzte dazu ein im Herbst mit Rosetta entdecktes Signal, das die Magnetometer an Bord beider Sonden aufgefangen hatten. Und das diente jetzt als Trägersignal, um wie ein Magnetkompass Philaes Lage im Raum etwas genauer zu bestimmen. Tatsächlich geht es dabei aber auch um plasmaphysikalische Effekte im Kometenumfeld.

Im Anschluss folgt ein zweites Interview mit Stefan Ulamec, dem Projektmanager von Philae. Er erzählt vom Stand bei der Suche nach Philae. Und er berichtet, wann genau der Lander vielleicht wegen der immer stärkeren Sonnenstrahlung aufwachen könnte.

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Hörempfehlung: Zukunft der Wettervorhersage

23. Februar 2015

Am 28. Juli 2013 fallen golfballgroße Hagelkörner auf Teile Reutlingens im Vorland der Schwäbischen Alb. Ich habe mich aufgemacht, herauszufinden, wie Meteorologen so ein Wetter vorhersagen können. Tatsächlich sind Gewittervorhersagen noch immer für Modelle unmöglich exakt vorherzusagen.

Mehr in meinem heutigen Feature bei SWR2 Wissen (MP3-Download: 24 MB, 26 Minuten).

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