Archive for the 'Astronomie' Category

AG025 ExoMars sucht Methan

März 15th, 2016

Karte: Sommerliche Methanabgabe des Mars (Bild: Public Domain/Trent Schindler/NASA)

Sommerliche Methanverteilung in der Marsatmosphäre, gemessen mit dem Keck-Teleskop auf Hawaii (Bild: Public Domain/Trent Schindler/NASA)

Am 14. März 2016 startete der ExoMars Trace Gas Orbiter vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur. ExoMars ist die erste Marssonde Europas seit 13 Jahren. Im Sommer 2003 startete die erste Sonde Mars Express – und seitdem ist viel passiert. Heute wird der Rote Planeten von sieben aktiven Sonden bevölkert.

Ich habe mich daher zum Start im Europäischen Weltraumkontrollzentrum umgehört: Was genau soll die achte Mission am Mars noch tun? Wie gut läuft die Zusammenarbeit mit der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos? Und wie steht es um den zweiten Teil der Mission – den ExoMars Rover, der 2018 starten soll?

Korrektur: Anders als im Podcast behauptet, ist der mitfliegende Testlander Schiaparelli insgesamt 600 kg schwer.

Audio


Links

AG023 Ewig lockt das Marsleben – die Zukunft

Juli 22nd, 2015

ExoMars landet (Bild: ESA)

ExoMars landet (Bild: ESA)

Der heilige Gral für die Marsforschung ist es, Leben auf dem Mars zu finden. Jedenfalls ist das die öffentliche Wahrnehmung – und so werden auch Missionen begründet, die zum Mars geschickt werden. Realistischerweise geht es dabei um Spuren längst ausgestorbenen Lebens. Wobei es heute immer noch unverstandene Prozesse gibt, die sogar für lebendige Organismen in der Gegenwart sprechen. Deshalb dröselt diese Episode auf: Was müsste man tun, um endlich handfest organische Verbindungen und Leben auf dem Mars nachzuweisen?

Dies ist der dritte und letzt Teil einer Podcastreihe. Er liefert Hintergrund zu meiner Sendung Rot und tot (Manuskript / MP3), die am 12. Juli im Deutschlandfunk gesendet wurde. Zur Wort kommen die Marsforscher Jean-Pierre Bibring, Jorge Vago, Fred Goesmann und Michael Carr. Mehr: Teil 1: Die Anfänge, Teil 2: Die Gegenwart.

Musik: NASA / John Beck-Hofmann, 7 Minutes of Terror

Audio


Links

AG022 Ewig lockt das Marsleben – die Gegenwart

Juli 15th, 2015

Der Marsozean - ein Hirngespinst? (Bild: CC-BY-SA Ittiz / Wikimedia Commons)

Der Marsozean – ein Hirngespinst? (Bild: CC-BY-SA Ittiz / Wikimedia Commons)

Der Mars hatte einmal Wasser – das haben Raumsonden vielfach bewiesen. Dafür sprechen gigantische Flusstäler, aus dem Orbit nachgewiesene Minerale und die Messdaten der Rover auf der Oberfläche. Aber wieviel Wasser es wirklich gab, ist bis heute umstritten. Manche Forscher halten einen riesigen Nordozean für möglich – andere glauben lediglich an vereinzelte Pfützen. Und diese Frage scheint bis heute offen.

Dies ist Teil 2 einer dreiteiligen Reihe. Sie liefert Hintergrund zu meiner Sendung Rot und tot (Manuskript / MP3), die am 12. Juli im Deutschlandfunk gesendet wurde. Zur Wort kommen die Marsforscher Michael Carr, James Head, Harald Hiesinger und Giovanni Leone. Mehr: Teil 1: Die AnfängeTeil 3: Die Zukunft.

Musik: NASA / John Beck-Hofmann, 7 Minutes of Terror

Audio


Links

AG021 Ewig lockt das Marsleben – die Anfänge

Juli 13th, 2015

Marskanäle des Giovanni Schiaparelli (public domain)

Marskanäle des Giovanni Schiaparelli (public domain)

Der Mars fasziniert die Menschen seit Jahrhunderten. Lange Zeit waren die sogar überzeugt, dass hier (wie auch auf anderen Welten) Leben existieren müsste. Mittlerweile hat sich das geändert: Forscher hoffen, dass sich Leben in extremen Nischen gehalten hat – wenn es überhaupt jemals dort war.

Dies ist Teil 1 einer dreiteiligen Reihe. Sie liefert Hintergrund zu meiner Sendung Rot und tot (Manuskript / MP3), die am 12. Juli im Deutschlandfunk gesendet wurde. Zur Wort kommen die Marsforscher Jean-Pierre Bibring, Michael Carr, James Head und Gerhard Neukum. Mehr: Teil 2: Die Gegenwart, Teil 3: Die Zukunft.

Musik: NASA / John Beck-Hofmann, 7 Minutes of Terror

Audio


Links

AG020 Kometenbilder und offene Forschung

Mai 19th, 2015

Offene Forschung? (Bild: ESA)

Offene Forschung? (Bild: ESA)

Seit über acht Monaten kreist Rosetta um den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko. An Bord befinden sich zehn Instrumente, unter denen eines hervorsticht: Die Kamera OSIRIS füllt fast ein Viertel der wissenschaftlichen Nutzlast aus. Die hochaufgelösten Bilder von OSIRIS gehören wohl zu den öffentlich gefragtesten Daten von Rosetta.

Ich habe darüber mit Holger Sierks gesprochen, dem Kamerachef von OSIRIS am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen. Das OSIRIS-Team umfasst heute 83 Personen, die europaweit über neun Institute in vielen Ländern verteilt sind. In der ersten Hälfte sprechen wir über die Kamera, wie sie funktioniert, und wie aufwendig es ist, anhand der Bilder zu forschen. Im zweiten Teil sprechen wir über die vielen tausend Bilder, die OSIRIS bis heute übermittelt hat und die bisher zu 99% beim Max-Planck-Institut liegen. Zuletzt geht es um offene Forschung – und die Schwierigkeiten, die sich dabei ergeben könnten.

Befangenheitshinweis: Der Autor dieses Podcasts war im Juli 2014 Mitautor eines offenen Briefs an Holger Sierks und andere Wissenschaftler hinter der Rosetta-Mission. Darin wurde gefordert, mehr Bilder der Mission sofort öffentlich freizugeben.

Audio


Links

Next »