AG028 Die Alpen

18. September 2017

Überschiebung von Glarus nach H. C. Escher (1812): Dunkle Permische Gesteine liegen auf jüngeren Jura- und Kreisesedimenten - für damalige Geologen ein Widerspruch.

Überschiebung von Glarus nach H. C. Escher (1812): Dunkle Permische Gesteine liegen auf jüngeren Jura- und Kreisesedimenten – für damalige Geologen ein Widerspruch.

Sie sind erhaben, gewaltig und anziehend: Die Bergkette in der Mitte Europas war lange das bestuntersuchte Hochgebirge der Welt – zum Schaden vieler Geologen. Denn lange hielten sie die Alpen für einen Archetyp eines Gebirges. Als aber Geologen aber im Laufe der Geschichte zunehmend die Welt bereisten, stellten sie das genaue Gegenteil fest: Die Alpen sind ein geologischer Sonderfall unter den Gebirgen. Wie genau sie entstanden, konnten die Forscher erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts richtig beschreiben.

In dieser Folge erzählt David Bressan von der geologischen Forschungsgeschichte der Alpen, die voll von Irrungen und Irrtümern ist. Das Gespräch entstand in Südtirol in Norditalien, wo David zu Hause ist.

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AG027 Militär im All

2. Februar 2017

Illustration einer (in diesem Fall sowjetischen) Antisatelliten-Waffe (Bild: public domain / Ronald C. Wittmann / Wikimedia Commons)

Illustration einer (in diesem Fall sowjetischen) Antisatelliten-Waffe (Bild: public domain / Ronald C. Wittmann / Wikimedia Commons)

Seit den ersten Tagen der Raumfahrt scheint das All ein friedlicher Ort zu sein: Satelliten kreisen, um die Erde zu untersuchen, Daten zu übertragen – oder zu spionieren. Aber bewaffnete Konflikte gab es bis heute nicht.

Tatsächlich aber verfolgten die ersten Weltraummächte – USA und UdSSR – zu Beginn auch aggressive Strategien und entwickelten Waffen für die Umlaufbahnen. Mit dem Weltraumvertrag von 1967 und dem atomaren Gleichgewicht wurden solche Entwicklungen allerdings gestoppt, bevor sie US-Präsident Ronald Reagan schließlich wieder aufnehmen ließ.

Musik: Take It Apart And Start All Over Again, CC-BY-SA-NC junior85

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AG026 Tschernobyls Wildschweinbraten

26. April 2016

Der Pilz Weißer Rasling

Weißer Rasling (Bild: CC-BY-SA Bernie Kohl / Wikimedia Commons)

Am 26. April 1986 verteilt sich von Tschernobyl in der heutigen Ukraine radioaktives Material über große Teile Europas. Obwohl bei uns vergleichsweise wenig Nuklide ankommen, sind die Folgen bis heute messbar und beeinträchtigen teilweise sogar Lebensmittel aus den Wäldern Deutschlands.

In dieser Folge unterhält sich Gastmoderator Faldrian mit Karl Urban über die Auswirkungen von Tschernobyl. Die waren zwar besonders für die Landwirtschaft in Deutschland kein Thema mehr, aber in den Wäldern gibt es bis heute gegentlich erhebliche Belastungen. Bei Wildschweinen scheinen die Messwerte aus unbekannten Gründen sogar zuzunehmen.

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AG025 ExoMars sucht Methan

15. März 2016

Karte: Sommerliche Methanabgabe des Mars (Bild: Public Domain/Trent Schindler/NASA)

Sommerliche Methanverteilung in der Marsatmosphäre, gemessen mit dem Keck-Teleskop auf Hawaii (Bild: Public Domain/Trent Schindler/NASA)

Am 14. März 2016 startete der ExoMars Trace Gas Orbiter vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur. ExoMars ist die erste Marssonde Europas seit 13 Jahren. Im Sommer 2003 startete die erste Sonde Mars Express – und seitdem ist viel passiert. Heute wird der Rote Planeten von sieben aktiven Sonden bevölkert.

Ich habe mich daher zum Start im Europäischen Weltraumkontrollzentrum umgehört: Was genau soll die achte Mission am Mars noch tun? Wie gut läuft die Zusammenarbeit mit der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos? Und wie steht es um den zweiten Teil der Mission – den ExoMars Rover, der 2018 starten soll?

Korrektur: Anders als im Podcast behauptet, ist der mitfliegende Testlander Schiaparelli insgesamt 600 kg schwer.

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AG024 Erdbeben ganz ganz genau

20. November 2015

(Bild: CC-BY-SA Karl Urban)

(Bild: CC-BY-SA Karl Urban)

Erdbeben sind unbarmherzige Naturgewalten, wenn sie stark sind. Schwache Erdbeben sind eher von akademischem Interesse, könnte man meinen. Ich bin zu Besuch in einer universitären Erdbebenwarte, die tief im Schwarzwald steht und zu den genausten der Welt gehört: Das Black Forest Observatory (BFO), eine Einrichtung der Universität Stuttgart und des Karlsruher Instituts für Technologie.

Was die Geophysiker hier in ihren Seismogrammen sehen, erklärt Rudolf Widmer-Schnidrig. Im zweiten Teil gehen wir dann in den Messstollen hinein.

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